Tja, wir waren da. Die Einführungsveranstaltung des Projekts 8-9-10 fand gestern Abend im Bürgerhaus Schortens statt. Ca. 60 Leute wollten wissen, wie das geht:
In 8 Monaten 9 Kilo abzunehmen und in dieser Zeit zu lernen, wie man im Stück 10 Kilometer läuft.
Ja, das ist das Ziel. Als wir uns letzte Woche trafen, meine Freundin Johanne und ich, waren wir uns einig. Das sehen wir uns mal an. Wer möchte nicht ein paar Kilos loswerden, gerade jetzt nach Weihnachten.
Johanne war schon vorher sicher: „Das mach ich, und das kann ich auch!“
Ich war eher skeptisch. Laufen konnte ich noch nie. Walken, ja, aber da hat man immer ein Bein auf dem Boden und man kommt auch nicht so schnell ins Pusten.
Es wurde uns erklärt: Sympathische junge Ärzte, eine sportliche, schlanke Physiotherapeutin machten uns klar: wir werden nach individuellem Pulsschlag laufen, so dass nie eine Überforderung eintritt. Na, ja, mal sehen.
Auf alle Fälle wird am nächsten Mittwoch begonnen. Erst mal zwei Minuten joggen, zwei Minuten gehen. Das werd ich ja noch schaffen, oder?
13. Januar 2010 Es wird ernst
OK, wir waren also da. Johanne, meine Freundin, wild entschlossen, und Peter, mein Mann, der natürlich total relaxed ist, da er zweimal die Woche in die Muckibude geht und da auch auf dem Laufband trainiert. Es war schweinekalt, als wir am Waldrand ungefähr dreißig Leute sahen, die mehr oder weniger ängstlich aus der Wäsche guckten. Dann ging es los, zehn mal zwei Minuten joggen, eine Minute laufen. Nicht so ganz einfach in festgetrampeltem Schnee. Und sowieso, die Uhren scheinen hier nicht ganz so richtig zu gehen, das waren doch niemals zwei Minuten, es kommt mir viel länger vor. Die Gehminute dagegen ist viel zu kurz. Ich hechel vor mich hin, nach dem dritten Mal geht es schon etwas besser. Aber mit meiner Atmung muss ich mir was einfallen lassen, durch die Nase atmen geht gar nicht, ich hab das Gefühl, als bekäme ich nicht genügend Luft. Außerdem atme ich durch den Schal, da die Luft saukalt ist. Aber siehe da, irgendwann ist alles mal zu Ende, wir sind wieder am Ausgangspunkt, alle sind noch dabei, mehr oder weniger geschafft. Es wird noch etwas gestretcht, dann geht es nach Hause. Ein bisschen stolz, wenn auch die Leiste ein wenig zwickt. Peter sagt: – ganz richtig – wenn wir allein gelaufen wären, hättest du vorher schon aufgegeben. Johanne hat es auch geschafft, wir schwitzen zwar, aber sind zufrieden. Die Hausaufgabe bis zum nächsten Mittwoch: das gleiche noch zweimal alleine. Na gut, wir versuchen es.
16. Januar 2010 Das erste Mal allein
Am Samstag sind wir verabredet zum Laufen. Wie wohnen direkt an der Maade, da bietet es sich an, auf dem Geh- und Fahrradweg an der Maade entlang zu laufen. Die Uhr ist dabei, Marko, Johannes Mann, gibt das Kommando. Zwei Minuten joggen, eine Minute Laufen, das Ganze zehn Mal. Es ist wieder ziemlich kalt, das Atmen ist immer noch mühsam, aber wir schaffen es. Von unserem Haus bis zur Bundesstraße schaffen wir genau fünf Durchgänge, dann drehen wir um. Zurück geht’s, die Strecke passt genau. Meine Leistengegend verhält sich ruhig, alles ist gut. Nach dem Duschen gönnen wir uns ein Stück Schokoladenkuchen. Das ist natürlich nicht so gut, wenn man auf das Ziel: 9 Kilo abnehmen sieht. Aber das wird auch noch.
17. Januar 2010 Schon wieder laufen!
Heute ist Sonntag, zwischen 15 und 16 Uhr versichern Peter und ich uns gegenseitig, dass wir heute überhaupt nicht laufen können, es geht uns irgendwie nicht so toll, keine Lust, schlappe Beine und so weiter und so weiter. Dann stehen Marko und Johanne vor der Tür. Die beiden sagen ebenfalls, dass sie überhaupt nicht laufen können, die gleichen Beschwerden. Sie wären nur gekommen, weil wir ja gewartet hätten. Witzig. Es geht los. Heute ist es vieeeeel schwerer als gestern, kein Vergleich. Ich bin durch und durch negativ: ich kann nicht mehr, ich bekomme keine Luft, Marko sagt die Zeit falsch an und, und, und. Aber wir halten durch. Durchgeschwitzt und kaputt kommen wir zu Hause wieder an. Warum tut man das? Alles blöd. Nach dem Duschen auf dem Sofa geht es uns schon besser. Am Abend dann schmerzende Rippen, aufgeblähter Bauch, Druck in der Brust, es geht mir nicht so gut. Bis ich drauf kam: ich hab so viel Luft geschluckt beim Laufen, daher die Beschwerden. Das mit dem Atmen muss mir noch mal jemand erklären. Jetzt ist erst mal Schluss, der nächste Lauf findet wieder am Mittwoch statt. Wir sind gespannt, ob die Anforderungen schon jetzt höher werden oder ob wir die Zwei-Minuten-Methode noch weiter anwenden.
20. Januar 2010 Laufen in der Gruppe
Den ganzen Tag schon keine gute Laune. Auf die doofe Frage meines Göttergatten: "Na, freust dich schon aufs Laufen?" gebe ich überhaupt keine Antwort. Nee, ich seh dagegen an, aber watt mutt dat mutt. Wir treffen uns also um 18 Uhr in Schortens. Eine nette junge Lauftrainerin begrüßt uns. Ich bitte sie gleich um Tipps, wie man die Atmung verbessern kann. Sie beruhigt mich, erklärt mir, dass ich versuchen muss, mehr Luft auszuatmen und hält die Schwierigkeiten für durchaus normal. Es geht nach dem Aufwärmen wieder los: zwei Minuten laufen, eine Minute gehen. Der Unterschied zu Samstag und Sonntag: wir werden erheblich ausgebremst. Die Trainerin achtet darauf, dass wir es langsam angehen lassen. Wir sind am Wochenende eindeutig zu schnell unterwegs gewesen, daher habe ich mich also so schlecht gefühlt. Jetzt ist es toll, ich laufe unangestrengt und hätte sogar noch ein wenig weiter machen können. Erheblich besser gelaunt fahren wir nach Hause.
22. Januar 2010 Wir probieren die drei Minuten!
Heute laufen wir zu dritt, Marko ist auf Dienstreise. Sowieso, unsere Männer können sich zeitlich eine regelmäßige Teilnahme nicht leisten. Sie werden also so oft wie möglich mit uns laufen, teilweise auch allein. Lediglich an der Untersuchung werden sie teilnehmen. Alles andere werden Johanne und ich dann an sie weitergeben. Schade, es macht doch mehr Spaß, in der Gruppe zu laufen. Aber es geht leider nicht.
Es ist schweinekalt, der Wind pfeift uns um die Ohren. Unser Weg ist matschig und daher laufen wir auf der Landstraße. Es geht ganz gut, wir achten darauf, nicht allzu schnell zu sein. Es geht nach dem dritten Mal Zwei-Minuten-Lauf besser als am Anfang. Zum Schluss laufen wir dann drei Minuten, geht auch, wir könnten sogar ein wenig länger. Nun kann das Wochenende kommen. Am Sonntag sind wir wieder verabredet, diesmal gehts in den Park.
24. Januar 2010 Stadtpark
Johanne ist leider krank geworden. Wir laufen also zu dritt, Marko, Peter und ich. Es ist schweinekalt, Minus 6 Grad. Wir treffen uns mittags um eins und es geht los. Schön langsam, wie wir es gelernt haben. Leider war das mit dem Stadtpark keine gute Idee, die Wege sind natürlich nicht gestreut, es ist sehr glatt. Komischerweise kommen wir aber immer ins Rutschen, wenn wir gehen, nicht wenn wir laufen. Also immer schön am Rand lang. Die letzten beiden Male laufen wir drei Minuten, geht auch ganz easy. Sowieso, anstrengend sind nur die ersten zehn Minuten, danach geht es.
Einen Wehrmutstropfen gibt es aber noch: heute morgen war ich auf der Waage: kein einziges Gramm weniger, obwohl wir abends strikt auf Kohlenhydrate verzichten. Wird wohl der abendliche Rotwein sein?! Bin mal gespannt, wann es den Vortrag über richtige Ernährung geben wird.
25. Januar 2010 Jedes Kilo zählt!
Traf heute eine Bekannte, der ich von dem Projekt erzählte. Stiess leider auf absolute Ablehnung: "Nee, laufen, das hab ich schon mal gemacht, dabei viel abgenommen, jetzt ist aber alles wieder drauf! Hab ich keine Lust mehr zu. Außerdem freut sich mein Ehemann bei jedem weiteren Kilo, dass er wieder etwas mehr von mir hat!"
Liebe Leute, haltet mich ruhig für eine Streberin, aber daraufhin bin ich auch heute - außer der Reihe - gelaufen. War zwar schon etwas dunkel, ging aber sonst ganz gut. Werde meinem Ehemann also keinen Grund zur Freude geben!!!!!
27. Januar 2010 Glatteis und Schnee
Am Nachmittag fing es an zu schneien, es wird plötzlich glatt. Wir sparen und die Fahrt nach Schortens, es wird nix mit dem Lauftreff. Mir fällt ein, dass oben noch der Stepper steht. Also, zwei Minuten schnell, eine Minute langsam. Da kommt man doch auch ins Schwitzen.
Am nächsten Tag werde ich dafür bestraft: die Schienbeine schmerzen, auch meine Arme melden sich. Sowieso: der Bewegungsablauf auf dem Ding kommt mir nicht gerade entgegen. Laufen find ich dann doch besser. Aber: in der Not . . .
29. Januar 2010 Rumpelstielzchen
Es schneit zwar wie verrückt, aber Peter und ich laufen! Heute mal in die andere Richtung, aber auch an der Maade entlang. Der Schnee liegt ziemlich hoch, das Laufen ist also nícht so ganz leicht. Außerdem strengt es mich heute ziemlich an. Ist vielleicht auch von der Tagesform abhängig. Als wir nach Hause kommen, geht es gleich unter die Dusche. "Übrigens", sagt mein Herzallerliebster, "ich hab schon drei Kilos runter!"
Erst als ich aufstampfe wie Rumpelstielzchen und schon fast am Heulen bin, gibt er zu, einen Spaß gemacht zu haben. Das wär ja auch wohl die Höhe: bei mir tut sich gar nichts, im Gegenteil, ich hab das Gefühl, ich nehme zu und er behauptet, drei Kilos weniger zu haben. Nee, so nicht, mein Lieber.
31. Januar 2010 Schietwetter
Ja, das Wetter ist eine Katastrophe, es schneit und schneit und schneit. Laufen geht überhaupt nicht, der Schnee ist zu hoch. Ich gehe daher vormittags los, strammen Schrittes, 5 km bis zu Mama. Dort sind wir zum Grünkohlessen eingeladen. Ich brauche eine dreiviertel Stunde. Das war dann meine sportliche Betätigung für heute.
Am späten Nachmittag bessert sich das Wetter und Peter geht noch mal eine Runde laufen, kommt allerdings ziemlich kaputt nach Hause. Hat es wieder mal viel zu schnell angehen lassen. Mal sehen, was die nächste Woche bringt.
3. Februar 2010 Laufen in der Gruppe
Immer noch doofes Wetter. Mittags telefoniere ich mit Johanne, es regnet und wir entscheiden uns, nicht zu laufen. Johanne ist außerdem immer noch nicht wieder ganz gesund und hat entsprechend Angst, einen Rückfall zu erleiden.
Nachmittags dann bessert sich das Wetter, es ist trocken und kurz entschlossen fahren Peter und ich nach Schortens, um uns mit der Gruppe zu treffen. Wider Erwarten sind doch einige Leute da. Sogar am letzten Mittwoch sind einige gelaufen. Respekt!
Es geht also los: Fünf Minuten laufen, eine Minute gehen, vier Minuten laufen, eine Minute gehen. Das Laufen selbst geht erstaunlich gut, ein Problem ist nur die Glätte, ich merke, wie ich aus Angst vorm Fallen verkrampfe. Wie immer ist man am Ende froh, den "Schweinehund" überwunden zu haben. Wir rutschen zufrieden nach Hause.
5. Februar 2010 Immer noch Eis und Schnee
Die Nachbarn halten uns für verrückt, als wir am Freitag nachmittag loslaufen. Es haben sich schon etliche Leute bei diesem Glatteis hingelegt. Man hört dauernd Polizei- und Rettungswagen-Sirenen. Allerdings stellen wir fest, dass man auf dem Fahrradweg ganz gut laufen kann. Also, egal was die Nachbarn sagen, wir laufen 4, 5, 4, 5, 4 Minuten. Es geht ganz gut. Am Sonntag wollen Johanne und Marko wieder einsteigen.
7. Februar 2010 "Sonntagsvergnügen"
Ja, kann man das Vergnügen nennen? Doch ja, wenn man es mal wieder geschafft hat. Johanne hat gut durchgehalten, sie war ja schließlich ein paar Tage richtig krank.
In der nächsten Woche werden wir uns dann am Mittwoch Nachmittag mit den Geräten vertraut machen, die dazu dienen sollen, unseren Rumpf zu stärken. Ein schwacher Oberkörper soll sich ja angeblich auch auf die Sehnen und Gelenke in den Beinen auswirken. Also muss man hier gegensteuern. Wir sind schon sehr gespannt.
10. Februar 2010 "Schinderei"
Ja, es war natürlich so, wie ich es nicht anders erwartet habe. Übungen an den Geräten, in erster Linie für Rücken, Bauch und Schultern. Eine nette junge Frau hat uns eingewiesen. Jeweils zwei Wiederholungen á 15 Übungen. Das reichte aber auch fürs erste. Man spürt schon, dass man für die Schultern, den Rücken und die Arme eigentlich zu wenig macht. Uns haben eineinhalb Stunden jedenfalls gereicht.
Es hat schon wieder zwei Tage lang geschneit und es ist sauglatt draußen. Wir haben daher beschlossen, nicht in Schortens zu laufen. Viel zu gefährlich.
Abends rutschen wir doch noch mal mit dem Auto ins Bürgerhaus Schortens. Horst Schroth unterhält uns glänzend. In der Pause gönne ich mir ein Glas Rotwein. Dann sehe ich einen der netten Ärzte, die 8-9-10 begleiten. Genau dieser hatte am letzten Infoabend vor den vielen Kalorien im Rotwein gewarnt. Egal - schmeckt trotzdem. Aber dennoch: weder Johanne noch ich haben schon ein Gramm abgenommen!
11. Februar 2010 "Stepper"
Hab mich heute morgen überwunden und bin auf den Stepper. 20 Minuten durchgelaufen. Ergebnis: Muskelkater. Hoffentlich ist das morgen besser, wenn wir wieder draußen laufen.
12. und 14. Februar 2010 "Laufen bei Wind und Wetter"
Wieder mal gelaufen im Rhythmus: 4, 5, 4, 5, 4 Minuten. Geht ganz gut. Wir haben auch Glück mit unserer Strecke. Wunderbar geräumt im Gegensatz zu der Schortenser Strecke. Nun haben wir auch endlich mal Fotos gemacht.
Unseren Untersuchungstermin haben wir auch inzwischen bekommen. Am nächsten Freitag ist es soweit. Wir dürfen allerdings vorher 48 Stunden keinen Sport treiben (auch keinen Sex!!?), 24 Stunden vorher keinen Alkohol trinken und zwei Stunden vorher keine Kohlenhydrate zu uns nehmen.
17. Februar 2010 "7 Kilo abgenommen!!!"
Leider geht es dabei nicht um mich. Bei mir ist Gegenteiliges angesagt! Aber einer unserer Mitstreiter in der Laufgruppe erzählte, dass er bereits 7 Kilos los ist. Er hat allerdings seine Ernährung radikal umgestellt und sieht seiner Frau beim abendlichen Chipsessen nur noch zu. So ein Erfolg beflügelt natürlich.
Es sind einige in der Gruppe, die bereits ihren Laktattest hinter sich haben. Fast übereinstimmend erzählen sie, dass sie erheblich langsamer laufen müssen, um die richtige Pulsfrequenz zu halten und damit natürlich auch Fett zu verbrennen. Bin gespannt auf Freitag. Jetzt ist bis dahin erst mal Schluß mit Sport.
Ach ja: heute ging es 6,6,6,6 Minuten mit einminütiger Pause. Geht ganz gut, Johanne und ich haben sogar festgestellt, dass wir uns noch locker unterhalten können beim Laufen. Das war anfänglich völlig ausgeschlossen, da haben wir noch gekeucht wie alte Lokomotiven.
19. Februar 2010 "Strampeln und messen"
Heute fand die ärztliche Untersuchung mit Laktatmessung statt. Dazu wird man in der Praxis eines der ärztlichen Betreuer aufs Fahrrad gesetzt und muss strampeln. Dabei wird der Blutdruck kontrolliert, der Laktatwert ermittelt und ein EKG gemacht. Die Auswertung dieser Daten dient dann dazu, den Pulswert festzulegen, der beim Laufen nicht über- bzw. unterschritten werden soll.
Johanne und Marko waren vor uns dran. Wir mussten dann leider vor der Praxis warten, weil unser Klingeln und Klopfen nicht gehört wurde. Das lag daran, dass der untersuchende Arzt wohl so beeindruckt war von den Leistungen der der beiden Fahrrad-Junkies, dass er uns Normalos darüber fast vergessen hätte.
Dann war ich dran. Hab mich mächtig angestrengt, denke allerdings, dass ich nicht viele Lampen zum Leuchten bringen würde beim Radeln. So Watt!
Peter kam dann danach auch ziemlich geschafft zurück, hatte allerdings auch ein Fitness-Lob vom Doc eingeheimst.
Nun ja, die genauen Ergebnisse bekommen wir erst in einigen Tagen.
Nach dieser Anstrengung mussten wir uns dann unbedingt mit Kaffee und Kuchen belohnen. Die Reue folgte sofort. So wird das nix mit dem Abnehmen!
19. Februar 2010 "Der erste Sonntag ohne Schnee und Eis"
Ja, pünktlich um 13 Uhr ging es los. Wir brauchten weder Handschuhe noch Mützen. Und man kann es deutlich merken: Der Frühling liegt in der Luft. Wir liefen wieder 6,6,6 und 6. Wir sind uns allerdings einig, dass es am Sonntag besonders schwer fällt zu laufen. Das liegt sicherlich an dem "sündigen" Samstag. Man schwitzt dann wohl den Samstag-Abend-Rotwein aus.
24. Februar 2010 "Sind wir verrückt?"
Tja, manchmal fragen wir uns immer noch, ob wir verrückt geworden sind, da sind Johanne und ich uns einig. Nie im Leben hätten wir das Anfang Januar für möglich gehalten, dass wir 4 x 7 Minuten laufen können. Und das ging sogar überraschend leicht und locker. Peter und ich sind das erste Mal mit Pulsuhr gelaufen. Mein Puls stieg auf 148 und wie ich an der Auswertung unserer Untersuchung gesehen habe, liegt das im richtigen Bereich. Als wir nach Hause fuhren, waren wir uns wieder mal einig: es tut uns gut, wir hatten frische Luft und fühlen uns wohl. Was will man also mehr?
Übrigens: Danke Jenny für deine Hinweise. Das ich vielleicht zu wenig essen könnte, ist ein verlockender Gedanke. Werde mich aber trotzdem vorher mal auf der "Naschkatzen-Seite" umsehen.
9. März 2010 "Eine Woche Pause"
Ja, eine Woche sind wir nun nicht gelaufen. Warum? Wir waren in Spanien. Dachten, man könne doch schon mal etwas Frühling schnuppern. Leider war das Wetter nicht danach. Gelaufen sind wir dort natürlich nicht. Die einzige Ausnahme war der Aufstieg von der Altstadt Granadas zur Alhambra. Danach taten uns zwar die Waden weh, aber diese sportliche Übung ersetzt natürlich nicht das 3malige wöchentliche Joggen. Johanne und Marko haben sicherlich die Lauftermine eingehalten. Außerdem legen die beiden gerade eine Fastenwoche ein im Gegensatz zu uns, die wir in Spanien jede Menge Tappas und Rotwein genossen haben.
Heute Morgen wollte ich es dann wissen und bin gleich nach dem Aufstehen raus und gelaufen. Drei mal 10 Minuten mit einer einminütigen Pause dazwischen. Es ging überraschend gut. Könnte man sich dran gewöhnen vorm Frühstück etwas zu tun. Mal sehen, was mein innerer Schweinehund dazu sagt.
15. März 2010 "Ja, gehts noch?"
In der Zeit als wir in Spanien waren, hat ein Vortrag über die Leistungsuntersuchung stattgefunden, auf der u.a. die Trainingsempfehlungen erörtert wurden. Johanne gab also diese Erkenntnisse an uns weiter. Wir sollen zu diesem Zeitpunkt im sogenannten GAT1-Bereich laufen. Dieser ergibt sich aus der Leistungsanalyse, die jeder Teilnehmer vorliegen hat. Bei mir liegt dieser Bereich bei einer Pulsfrequenz zwischen 113 und 137. Leider erreiche ich diesen Bereich schon, wenn ich langsam gehe. Am letzten Mittwoch, als wir mit der Gruppe liefen, stellte sich das so dar, dass ich immer die Schlußlaterne bildete, obwohl die anderen auch alle betonten, dass sie extrem langsam laufen mussten. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass sich kaum jemand daran hielt. Es ist auch ziemlich frustrierend und enorm anstrengend, wenn man so langsam schleichen muss. Da spürt man seine Muskeln umso mehr. Nee, das ist nix für mich, so macht das keinen Spaß. Ich will mich auch nicht total auspowern, aber dieses Schneckentempo ist einfach anstrengend.
Am Freitag dann hab ich mich verweigert, hab die Pulsuhr zu Hause gelassen und mich am Tempo der anderen orientiert.
Sonntag hab ich den Puls wieder gemessen und siehe da, er war auch bei etwas höherem Tempo im angestrebten Bereich.
Überhaupt: diese Pulsuhren spinnen doch manchmal erheblich. Wenn man zu nahe beieinander läuft, wird die Messung total ungenau. Marko hat Johanne überholt, da erhöhte sich der Pulswert kurzzeitig auf 220 usw. Ich glaube, ich verzichte künftig darauf.
16. März 2010 Wo denn nun?
Irritationen! Die Lauftrainerin sagte, wir laufen am Waldschlösschen, das Merkblatt sagt: Ginsterweg. Die Homepage der 8-9-10er ist leider wieder mal nicht aktualisiert. Es bleibt nur: Anrufen und fragen. Antwort: Ginsterweg. Das sollten dann aber auch diejenigen erfahren, die sich auf das Wort der Trainerin verlassen haben.
Letztlich klappt alles, wir sehen uns im Ginsterweg und es geht los: dreimal neun Minuten. Ich laufe neben Johanne, sie mit Pulsuhr, und orientiere mich an ihrem Tempo. Peter läuft uns davon, kein Wunder, er läuft in seinem Fitness-Studio auf dem Laufband inzwischen 4 km und das erheblich schneller. Aber auch Johanne und ich laufen die Strecke in diesem Tempo ganz locker und leicht. Mal sehen, wann der Anspruch wieder etwas höher wird. Wahrscheinlich wird sich dann die Gruppe noch weiter auseinander ziehen, als es jetzt bereits der Fall ist.
18. März 2010 Nix geht mehr
Ja, heute Mittag dann das totale Aus. Ich konnte überhaupt nicht mehr laufen, die Waden schmerzten, es ging einfach nicht. Ich hab mich dann hinter den anderen hergeschleppt und war total fertig, als wir unsere drei mal 10 Minuten hinter uns hatten. Was ist passiert? Entweder es ist das eingetreten, wovor uns die Trainer immer warnen: zu schnell gelaufen, übersäuert, der Körper setzt ein Stoppzeichen. Das wäre natürlich fatal, dann kann ich von vorn wieder anfangen. Oder es ist einfach der gestrige Tag gewesen, den ich im Garten verbracht habe. Die Gartenarbeit ist ja noch ungewohnt und hat mir einen heftigen Muskelkater eingebracht. Jetzt muss ich mich erstmal ausruhen, mal sehen, wie es am Sonntag geht.
21. März 2010 Montag Morgen
Ja, am Sonntag sind wir nicht gelaufen, dafür bin ich am Montag gleich nach dem Aufstehen losgelaufen. Direkt hinterm Haus läuft ein Weg am Fluss entlang, schöne Gegend, gutes Wetter. Ich lief eine Viertelstunde, eine Minute Pause, dann zurück wieder eine Viertelstunde. Ging wunderbar, dann duschen, frühstücken. So fängt der Tag gut an. Gefällt mir besser als abends zu laufen. Freu mich doch immer wieder über meine Freiheit, die Altersteilzeit lebe hoch.
23. März 2010 Endlich mal eine neue Strecke
Um 18 Uhr Treffen mit der Gruppe, endlich mal an einem anderen Ort. Drei mal 10 Minuten, ging sehr gut. Die Gruppe driftet jetzt doch sehr auseinander. Jeder achtet auf seinen Puls und läuft in entsprechendem Tempo. Johanne und ich laufen immer miteinander, es passt scheinbar gut mit unserem Puls. Wir können uns auch mühelos unterhalten und das machen wir dann auch ausgiebig. Den Ex-Kollegen klingeln sicherlich die Ohren. Außerdem geht es ja immer um unser Lieblingsthema: abnehmen. Da tut sich immer noch nichts, wir verstehen die Welt nicht mehr. Von den angestrebten 8-9-10 sind sicherlich nur die 8 und die 10 einigermaßen realistisch.
Peter hat sich heute auch bemüht, nicht so schnell zu laufen. Ist ihm auch gelungen. Mal sehen, wie es weiter geht.
26. März 2010 Rüstersiel
Ein hübscher kleiner Hafen, bei gutem Wetter sehr idyllisch. Leider haben wir heute míttag wieder mal Regen erwischt. Egal, man sieht mal was Neues. Immer die gleiche Strecke zu laufen ist doch reichlich eintönig. Heute hatte ich schwere Beine, war froh, als wir endlich zurück waren. Hab noch nicht so recht herausgefunden, wovon die Tagesform gerade abhängig ist.
Hier sieht man vier völlig durchnässte Möchtegern-Jogger:
31. März 2010 Laufen in der Gruppe
Heute abend zweimal 15 Minuten. Scheint für alle gut zu schaffen zu sein.
Hier gehts los:
Auch auf dem Rückweg noch entspannte Gesichter:
4. April 2010 Zu viele Ostereier?
Ja, die schöne Osterzeit. Da hat doch keiner Zeit zum Laufen! Donnerstag abendlicher Sport auf der Kegelbahn (nach gefühlten 20 Jahren wieder das erste Mal), Freitag Groningen, der Lauf über den Pflanzenmarkt und Samstag dann der Brunch mit der Familie, der sich bis zum frühen Abend erstreckte. Aber heute gabs keine Ausrede. Es hatte sich für den Nachmittag Besuch angesagt, also ging es mittags los. Zweimal 15 Minuten quälten wir uns durch den Regen. Auf unserem Weg kamen uns nicht nur wie üblich die Hunde des Wohngebietes entgegen getrabt, sondern auch noch zwei Ponys. Wir hatten allerdings den Eindruck, dass sie noch langsamer waren als wir.
7. April 2010 Wer zu spät kommt . . .
Ja, laufen in der Gruppe. Leider kamen wir etwas zu spät, eine liebe Freundin war zu Besuch. Wir liefen dann ganz entspannt hinter der Gruppe her und es ging auch ganz gut. Schade eigentlich, dass die Strecke immer die gleiche ist. Es ist doch ziemlich langweilig auf Dauer. Da könnten sich die Organisatoren mal was Neues einfallen lassen. Zweimal eine Viertelstunde, kennen wir ja schon.
9. April 2010 Frühling läßt sein blaues Band . . .
So hab ich es am liebsten: aufwachen, Zähne putzen, Haare hochtüdeln, anziehen und loslaufen. An der Maade entlang, schönes Wetter. Man kann schon auf T-Shirt laufen und die Luft ist voller Frühling. Ich laufe ganz entspannt eine halbe Stunde durch. Peters Ding ist das allerdings überhaupt nicht. Er kann so früh am Morgen noch nicht laufen, ihm geht es besser am Nachmittag oder am Abend.
11. April 2010 Sonntag-Nachmittag-Vergnügen
Früh am Morgen ruft Johanne an: Wollen wir laufen? Nee, erstmal ist Flohmarkt Pflicht. Am Nachmittag dann nach einem Mittagsschläfchen machen wir uns auf. Heute ist es wieder eiskalt, Jacke ist Pflicht. Wir laufen an der Maade entlang, zurück dann durch ein Neubaugebiet. Die Strecke ist zwar ein wenig weiter, dafür merken wir gar nicht, wie lange wir schon laufen, weil es doch interessant ist, die neuen Häuser anzusehen. Wir laufen durch, 35 Minuten. Keine Probleme. Peter läuft immer ein Stück vor mir, gibt immer ein wenig mehr Gas. Ich bleibe stoisch bei meinem Tempo. Mir fällt dabei eine Geschichte ein: Bekannte von uns hatten einen Dackel, der bei Fahrradtouren in seinem Korb immer total ausflippte, wenn er überholt wurde. So kommt Peter mir auch vor. Wenn ich ihn überhole, wird er wahrscheinlich anfangen zu bellen (kicher, kicher).
13. April 2010 siehe 9. April
14. April 2010 Gruppe
So, erstmals mit der Gruppe eine halbe Stunde am Stück laufen. Wieder die gleiche Strecke. Das fängt ehrlich gesagt langsam an, mich zu nerven. Ein wenig mehr Phantasie in der Auswahl der Strecken wäre nicht schlecht. Das Laufen geht recht gut, etwas zu schnell bin ich ja immer, aber das kann und will ich nicht ändern. Ich rutsche natürlich immer in den GAT 2 Bereich, aber was solls? Am Ende der Strecke können wir, wenn wir wollen einen Sprint einlegen. Also, es steigert sich doch langsam, mal sehen, wie es weitergeht.
16. April 2010 Freitag mittag, 14 Uhr
Laufen mit Johanne und Marko. Wir zeigen den beiden unseren Rundkurs, vorbei an den vielen schönen neuen Häusern. Die beiden Männer drehen noch eine Extrarunde, laufen somit ca. einen Kilometer mehr als Johanne und ich. Und das auch noch ziemlich schnell, so dass die beiden ausgepumpt wieder zu Hause ankommen.
19. April 2010 Der Sonntag ist heilig
Eigentlich wäre der Sonntag unser Lauftag gewesen, aber wir waren vormittags auf einem großen Flohmarkt in Oldenburg und entsprechend fußmüde. Dafür bin ich gleich am Montag morgen aufgestanden und losgerannt. Habe die Runde noch ein wenig ausgedehnt, Burgerking gestreift und bin dann durch ein menschenleeres Gebiet zurückgelaufen. Alleine laufen hat ja auch was für sich, man findet seinen Rhythmus und kann schön seinen Gedanken nachhängen.
21. April 2010 Eine halbe Stunde, dann sprinten
Ja, in der Gruppe sind wir eine halbe Stunde gelaufen, diejenigen, die noch nicht platt waren danach, durften einen End-Sprint einlegen. Ich war nicht dabei, mein Puls ist eh schon viel zu hoch, wie immer.
23. April 2010 Eine halbe Stunde, dann sprinten, die zweite
Heute war Laufen im Stadtpark angesagt, die große Runde, sprich 4,8 km. Wir waren wieder mal zu viert. Der Stadtpark hat uns allen gut gefallen, die Natur zeigte frühlingshaftes helles Grün.
Auf der letzten Strecke haben wir dann nochmal einen Zahn zugelegt, nachdem Peter uns sowieso schon davon gelaufen war. Insgesamt haben wir dann 35 Minuten für die Strecke gebraucht. Allerdings ist ein Verletzter zu beklagen. Peter hat Schmerzen im Schienbein, es fühlt sich ganz heiss an.
6. Mai 2010 Wir leben noch!!!
Ja, wir sind noch da und laufen auch noch. Aber leider hatte sich Peter am Schienbein verletzt. Was es letztendlich war, ist unklar. Die Vermutung lag zwischen Ermüdungsbruch und Knochenhautentzündung. Nun hat es sich aber wieder gebessert und er kann wieder mitlaufen. Die anderen haben die Lauftermine mehr oder weniger eingehalten, inzwischen laufen wir so um 35 bis 40 Minuten durch.
Gestern nun Treffen der Laufgruppe. Endlich mal eine neue Strecke, sehr schön, 4,4 km durch den Wald. Wir haben 32 Minuten gebraucht, waren aber auch ziemlich fertig. Keiner von uns kann sich vorstellen, die gleiche Strecke gleich noch mal zu laufen. Wie soll das bloß werden? 10 Kilometer ist ganz schön viel!!!!
Die Trainerin hat uns geraten, einmal in der Woche jeweils dreimal 50 Schritte so schnell zu laufen, so dass wir in den GAT 3 Bereich kommen, dann wieder langsam, bis der Puls runtergeht. Am Freitag werden wir das mal versuchen.
In den Gesprächen gestern abend rund um uns herum erzählten sich die Teilnehmer, wieviel sie inzwischen abgenommen haben. Unvorstellbar! Wieso klappt das bei mir nicht? Werde heute abend Salat essen. Vielleicht.
6. Mai 2010 50 Schritte zum Gat 3
Ja, das haben wir am Freitag versucht. Leider mussten wir allein laufen, Peter musste lange arbeiten und Johanne und Marko haben sich auf den Weg nach Burbach zum Muttertagswochenende gemacht. Also liefen wir am späten Nachmittag. Ging eigentlich ganz gut. Was wir festgestellt haben ist, dass Peter 40 Schritte macht, während ich schon 50 Schritte hinter mir habe. Die Welt ist ungerecht. Ich möchte sofort längere Beine haben. Auf alle Fälle haben wir unsere Pulsfrequenz ordentlich hochgetrieben.
8. Mai 2010 5 Kilometer nach Hause
Damit es nicht so langweilig wird, sind wir heute mit dem Auto 5 Kilometer gefahren, ausgestiegen und nach Hause gelaufen. Die Strecke war sehr schön. Wir sind die Kirchreihe hoch gelaufen, viel grün, wenig Autos. In 34 Minuten waren wir zu Hause, haben dann mit dem Zweitwagen unser Auto zurückgeholt. Peter hatte heute allerdings einige Schwierigkeiten, bekam nicht genug Luft. Ich bin kontinuierlich durchgelaufen, aber da er sowieso immer schneller ist, konnte er sich zwischendurch beim Langsamgehen erholen.
12. Mai 2010 5 mal bis zum GAT 3
Heute wieder laufen in der Gruppe, Mistwetter, es regnet. Wir - Johanne, Peter und ich - haben uns mit Mützen bewaffnet und dann ging es los. Heute laufen wir wieder durch den Wald, 5 mal 50 Schritte so schnell wie möglich, bis man in den GAT 3 - Bereich kommt. Dann wieder langsam gehen bzw. langsam joggen, bis der Puls wieder im GAT 1 Bereich ist. Mein Puls hört leider nicht auf mich, geht erst wieder runter, wenn ich extrem langsam laufe bzw. stehen bleibe. Das muss sich wohl noch erheblich verbessern. Mal sehen, wie es beim nächsten Mal ist. Nun sollen wir alleine aber erstmal 45 Minuten laufen, zweimal pro Woche. Dann am nächsten Mittwoch wieder Hochjagen des Pulsschlags. Mal sehen, wie es dann geht.
Wir haben heute den Plan für die nächsten Monate bekommen. Junge, Junge, da kommt noch einiges auf uns zu. Nachher, wenn es zum Endspurt kommt, werden wir fast jeden Tag laufen. Schaun wir mal.
14. Mai 2010 Große Runde durch den Park
Heute waren wir alle vier wieder mal im Stadtpark. Eine große Runde, über den Ehrenfriedhof, Altengroden, rein in den Park und dann die große Runde. Wir waren 45 Minuten unterwegs. Ganz schön, nicht wahr? Wenn mir das jemand im Januar gesagt hätte . . .
16. Mai 2010 Eine Quälerei für Peter
Marko und Johanne wollten heute schon in aller Frühe laufen. Wir haben uns entschieden, erst am Abend loszulegen. Peter ging es heute überhaupt nicht gut. Er hatte schon nach den ersten Schritten Schmerzen im Brustbein. Woran das lag, war nicht zu ermitteln. Vielleicht falsches Atmen? Auf alle Fälle hat er sich sehr gequält, zumal wir auch noch eine Riesenrunde gelaufen sind. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Mir dagegen ging es recht gut. Ich habe für mich festgestellt, dass ich einen gewissen Rhythmus finden muss und nicht mal schnell und mal langsam laufen kann. Dann geht es einigermaßen gut, auch wenn wir mehr als 40 Minuten laufen. Allerdings weiss ich nicht, wie ich es eine Stunde oder länger aushalten soll.
27. Mai 2010 Schreckensmeldungen
Ja, keine guten Nachrichten. Am letzten Donnerstag war Peter bei seinem wöchentlichen Sport. Bei Belastung traten wieder diese Schmerzen im Brustbein auf. Er musste also aufhören und kam nach Hause. Kurze Zeit später rief sein Freund an und riet uns dringend, noch ins Krankenhaus zu fahren und die Ursache dieser Schmerzen zu ermitteln. Es war ein Tag vor Pfingsten und der Hausarzt hätte am nächsten Tag nicht mehr viel machen können.
So sind wir also abends noch ins Krankenhaus mit dem Ergebnis, dass man ihn nicht wieder nach Hause lassen wollte. Verdacht auf Infarkt. Tatsächlich hatte sich eine Ader zugesetzt. Den Eingriff, einen Herzkatheder und das Setzen eines Stents, konnte man erst am Sonntag machen, da einige Blutwerte nicht in Ordnung waren.
Erschreckend, diese Sache. Peter hat noch nie so viel Sport gemacht in seinem Leben wie zur Zeit und fühlt sich sehr gut damit, und dann so etwas? Man glaubt es nicht und mag nicht dran denken, wie es abgelaufen wäre, wenn er die Schmerzen noch länger ignoriert hätte.
Inzwischen ist er wieder zu Hause, allerdings darf er in den nächsten Wochen keinen Sport mehr treiben. Er wird auch in die Reha gehen und dort wird man ihn anleiten, was er künftig machen darf und welcher Belastung er sich aussetzen darf.
Ich bin einmal allein gelaufen und gestern dann mit der Gruppe in Schortens. Immer hundert Schritte so schnell wie möglich, dann langsam, bis die Pulsfrequenz wieder im GAT 1 - Bereich ist. Allerdings ist es mir lieber, kontinuierlich mein Tempo zu laufen, auch wenn ich damit kein Rennen mehr gewinnen kann. Aber das will ich ja auch nicht, ich möchte irgendwann 10 Kilometer laufen können. Die Zeit ist mir egal. Mal sehen, wie es weiter geht. Am Samstag haben wir Bergfest, dann wird ein 5-km-Lauf stattfinden und hinterher wird die ganze Gruppe zusammen frühstücken. Ich kann daran teilnehmen, weil wir ja unseren für diese Woche geplanten Urlaub absagen mussten.
29. Mai 2010 Bergfest
Heute hatten wir Bergfest, alle haben sich morgens am Forsthaus mitten im Wald getroffen. Gleich gekleidet, unsere 8-9-10-Shirts. Dann ging es los zum 5 km-Lauf. Das Wetter spielte mit und wir sind relativ locker durch den Wald getrabt. Johanne und ich liefen immer in der gleichen Geschwindigkeit. Am Ende allerdings bekamen wir mit, dass die beiden Damen, die die ganze Zeit hinter uns liefen, sich anschickten, uns zu überholen. Johannes Ehrgeiz ließ das natürlich nicht zu und so gaben wir uns richtig Mühe. Der Erfolg gab uns Recht, wir sind mit dem ersten Drittel der Läufer ins Ziel gekommen. Jeder, der ankam wurde ausgiebig beklatscht und die Stimmung war supergut. Danach gab es für alle ein tolles, gesundes Frühstück. Peter war dabei und obwohl er nicht mitlaufen konnte, hat er den Vormittag genossen.
Sehr oft war zu hören: "Wenn mir das im Januar jemand gesagt hätte . . ." Genau das denke ich auch oft und daher widerspreche ich auch nicht mehr, wenn jeder meint, dass man 10 km genauso locker läuft wie 5 km. Wir werden sehen.
Übrigens wurden viele Bilder gemacht, sobald ich sie habe, werde ich sie einstellen. Versprochen.
Hier sind sie schon:



31. Mai 2010 Vor dem Regen weggelaufen
Das was ich am liebsten mache: gleich morgens raus und laufen. Heute hatte ich auch noch Glück, das alles trocken blieb, so konnte ich eine große Runde laufen, ca. 40 Minuten. Inzwischen regnet es schon wieder.
10. Juni 2010 Um die Teiche
Oh, oh, lange nix geschrieben, fasse jetzt mal zusammen: Am Mittwoch laufen mit der Gruppe, ein neuer Treffpunkt. Wir sollten 20 Minuten im GAT1-Bereich laufen, die Straße entlang bis zu einigen großen Teichen, dann 20 Minuten im GAT2-Bereich um die Teiche herum. Zurück wieder im GAT1-Bereich. Soweit, so gut. Leider ist meine Pulsfrequenz in den letzten 20 Minuten beim Laufen nicht wieder entsprechend gesunken, es sei denn, ich blieb fast stehen. Ärgerlich und doof, weil man total aus seinem Laufrhythmus kam. Die Trainerin sagte am Schluss allerdings, man müsse sich nicht so korrekt an diese Vorgaben halten, sondern vielmehr nach Gefühl laufen. Mach ich künftig auch, der Pulsmesser kommt nicht mehr mit. Basta!
Am Freitagmorgen hab ich mühsam den Weg hinter dem Haus hin und her geschafft, etwa Minuten. Weiß auch nicht, irgendwie war der Wurm drin.
Montag wollte ich abends durch den Park, dann riefen aber die Mädels aus der Nordic-Walking-Gruppe an, ob ich mitlaufe. Das hab ich dann gemacht, ohne Stöcke zwar, aber gemütlich durch den Park. War auch mal wieder ganz schön.
Gestern dann wieder die Strecke um die Teiche, das sind übrigens 6,6 km. Die Vorgabe: sh. oben. Ohne Pulsmesser ging das viel besser, ich habe mich ein wenig an Johanne orientiert mit dem Lauftempo (sie läuft mit Pulsmessung) und so bin ich nicht aus meinem Laufrhythmus gekommen.
Peter ist übrigens auf dem Weg in die Reha-Klinik. Bin sehr gespannt, ob er dort auch das Laufen wieder anfangen kann. Er ist guten Mutes, dass er nach seiner Rückkehr direkt wieder einsteigen und den Jever-Fun-Lauf mitmachen kann. Ich hoffe das auch sehr, denn es ist doch schöner, wenn man zusammen laufen kann.
22. Juni 2010 Fahrtspiele???
Letzte Woche wieder "um die Teiche". Die Läufe in Eigenregie musste ich auslassen, da ich am Wochenende in Bad Rothenfelde war und Peter besucht habe. Er hat dort auch ein umfassendes Sportprogramm zu absolvieren und wird sicherlich in Topform nach Hause kommen. Hier geht es jetzt schon etwas mehr zur Sache. Wir sind gestern gelaufen (Montag) und werden auch am Mittwoch einen Lauftest zu absolvieren haben. Der Lauf gestern stand unter dem Motto Fahrtspiele. Darunter kann man sich erstmal nichts vorstellen und die Erklärung dann war auch enttäuschend simpel. Man läuft nach eigener Einschätzung mal im GAT1 und mal höher. Das Ganze dauert 45 Minuten. Mir liegt das nicht so, lieber finde ich meinen Rhythmus und laufe kontinuierlich. Man ist aber der Meinung, dass der Körper die kurzzeitige Steigerung der Laufleistung benötigt, um langfristig eine bessere Leistung zu erzielen.
23. Juni 2010 Belastungstest
Heute war der Belastungstest angekündigt. Wir fanden uns alle im Fliegerhorst Upjever ein, dort gibt es einen Sportplatz, angenehmer Untergrund zum Laufen, fast wie Waldboden. Nach allerlei Getüdel und umständlichen Erklärungen ging es dann wie folgt: 10 Minuten lockeres Laufen, dann ertönt ein Pfiff und man läuft eine Minute in verschärftem Tempo, wieder ein Pfiff, eine Minute mit noch höherer Leistung und zum Schluss eine Minute so schnell, wie man kann. Man sollte sich völlig auspowern und dann den Puls messen. Danach noch mal dasselbe, wieder Puls messen. Der höhere Wert wurde dokumentiert. Da wir von gestern auf heute einen extremen Wetterwechsel hatten - von kalt auf Hochsommer-Temperatur - war mir das nicht so geheuer. Seitdem die Geschichte mit Peter passiert ist, horcht man doch mehr in sich hinein und ist vorsichtiger. Nach dem Laufen waren alle ungeduldig und wollten so schnell wie möglich nach Hause, das Fussballspiel stand an und damit wieder ein erhöhter Puls!!!??
28. Juni 2010 Sch.... GAT-Werte
Am letzten Freitag war eine zweite ärztliche Untersuchung angesetzt. Fahrradfahren, Laktatmessung, Blutdruckmessung, Pulswerte usw. Das Ergebnis kam dann auch gleich am Samstag per mail. Das Ergebnis im O-Ton: "Durch den Vergleich beim Pulsverhalten lässt sich der Erfolg des Grundausdauertrainings gut erkennen. Dies bedarf einer weiteren Verbesserung".
Ein weiteres Ergebnis dieser neuerlichen Untersuchung ist, dass die GAT-Werte runtergesetzt wurden. Das soll wohl bedeuten, ich muss noch langsamer laufen??? Ich komm nicht mehr so recht klar. Aber was solls.
Am Montag Morgen wollte ich früh aufstehen, um zu laufen. Leider bin ich dann doch noch mal eingeschlafen und erst um kurz nach 8 Uhr losgelaufen. Eine große Runde durchs Neubaugebiet und dann an der Bundesstraße entlang, zurück an der Maade und nach Hause. Es war soooooo heiß und ich dachte, mein Kopf soll mir zerspringen. Nach 40 Minuten langte es dann auch.
4. Juli 2010 Laufen mit Peter
Nachdem ich ausgiebig geschlampt habe beim Laufen (Mittwoch Verwandtenbesuch anläßlich des Stadtfestes "Wochenende an der Jade", Freitag viel zu heiß, über 35 Grad) sind wir heute gelaufen. Ja, Peter und ich. Das ist doch wohl toll, oder? Wir sind erst nach 19 Uhr los, weil es auch heute sehr heiß war und dann sind wir ca. 5 km in mittelmäßigem Tempo gelaufen. 35 Minuten. Peter hatte überhaupt keine Probleme und ist gut durchgelaufen. Das ist doch eine gute Bestätigung für ihn. Alles ist wieder in Ordnung. Sicherlich wird man jetzt etwas mehr auf sich achten, aber grundsätzlich kann man sagen, dass sein Trainingszustand wieder so ist wie vor dem Eingriff.
7. Juli 2010 Halbfinale
Heute wieder laufen mit der Gruppe in Schortens. 18 Uhr – und um 20.30 Uhr spielt die deutsche Nationalmannschaft gegen Spanien. Wir wollen im Kino gucken und haben es daher etwas eilig. Das Wetter ist wieder mal nicht ideal. So sehr man sich auch über das tolle Sommerwetter freut, zum Laufen ist es einfach zu heiß. Wir laufen bis zum Forsthaus, wer möchte, auch drum herum und dabei sollen wir bis zu viermal das Tempo kräftig anziehen und dann wieder so langsam laufen, dass die Pulsfrequenz in den GAT1-Bereich sinkt. Die Strecke durch den Wald ist sehr angenehm, auf der Straße dann weniger, schlechtes Pflaster und manchmal kommt man aus dem Tritt.
Peter lief los und gleich an fast allen vorbei, hatte gar keine Probleme. Die Reparaturarbeiten an ihm sind erfolgreich verlaufen!
Bei mir fing es auf dem Rückweg an mit Schmerzen in der Leiste. Vielleicht bin ich schief aufgekommen mit dem Fuß, keine Ahnung, es zieht nur manchmal heftig. Die Tempoläufe habe ich mir für den Rückweg aufgespart, im Waldbereich, dort war es einigermaßen kühl.
Dehnen, und dann ging es so schnell wie möglich nach Hause, wir müssen ja schließlich noch Fußballspielen!
14. Juli 2010 Peter rennt uns weg
Am letzten Sonntag bin ich mit Peter gelaufen - Freitag war es uns viel zu heiss - und nun ist es wieder soweit, er läuft mir weg, ist erheblich schneller und findet mühelos seinen Rhythmus wieder. Ich lass mir wie immer Zeit und komm letztlich auch nach Hause. Es ist immer noch sehr heiss und so haben wir uns entschlossen, nicht am Mittwoch nach Schortens zu fahren, sondern hier im Stadtpark zu laufen, und zwar eine Stunde später als sonst. Das ist nur vernünftig, die Hitze macht einem doch zu schaffen.
18. Juli 2010 Heiß und krank
Freitag heiß und außerdem Johannes Geburtstag mit schöner Feier bereits ab 18.30 Uhr, lecker essen und auch einige Gläser Wein. Keine Entschuldigung aber Fakt ist, wir sind nicht gelaufen.
Heute muss ich leider passen, mich plagen Kreislaufstörungen und Kopfschmerzen. Irgend etwas brüte ich aus, mal sehen, wie es morgen ist.
21. Juli 2010 Heimspiel
Der Termin für die 10 km rückt ja immer näher und wir müssen üben, üben, üben. Allerdings hatten wir heute einen total heißen, schwülen Tag und ich hatte schon Angst, dass mein Kreislauf nicht mitspielt nach dieser Magen-Darm-Attacke. Abends allerdings fing es ein wenig an zu regnen und kühlte etwas ab. Wir sind dann am Strand gelaufen, mit einer großen Gruppe, von der Strandhalle am Südstrand in Wilhelmshaven entlang bis zum Fischerdorf. Hin und zurück etwa 7 km. Es war gerade Hochwasser und eine tolle Stimmung am Strand. Die Leute winkten uns aus dem Wasser zu und diejenigen, die am Deich lagen, riefen und aufmunternde Worte zu. Richtig nett war das. Zwischendurch gabs eine „Wasserstelle“, wir fühlten uns richtig wie Profis und waren stolz, als wir es geschafft hatten. Zwischendurch meldete sich meine Leiste wieder, aber ich bekam einige Tipps, wie man durch Dehnung vielleicht etwas Besserung erreicht, mal sehen, ob das klappt.
Peter lief wie immer vorne weg, es ist toll, wie er sich inzwischen wieder erholt hat, seine Kondition scheint besser zu sein als vorher. Er schafft die 10 km ganz sicher.
21. Juli 2010 Allein, allein
Peter hat sich ein wenig übernommen, Dienstag Sport, Mittwoch der Südstrandlauf, Donnerstag Sport. Er muss erstmal pausieren. Marko und Johanne haben sich nicht gemeldet, wohl weil es mittags geregnet hat, und so bin ich allein los. Leider war es abends um halb sechs schon wieder richtig schön warm. Ich bin dann von zu Hause über Langewerth und Accumersiel an der Bundesstraße entlang und dann an der Maade zurück gelaufen. Das sind ca. 6 km, gebraucht habe ich eine dreiviertel Stunde. Bin nämlich heute mal mit Pulsuhr gelaufen, daher musste ich es sehr langsam angehen lassen. Trotzdem bin ich fast immer im GAT-3-Bereich gelandet. Keine Ahnung, wie das weitergehen soll.
26. Juli 2010 Montags-Gruppe
Ausnahmsweise sind wir heute mal montags mit der Gruppe gelaufen. Das Wetter war angenehm kühl und man konnte gut laufen. Erst eine Strecke durch den Wald, dann allerdings einen staubigen Weg lang und zurück. Ziemlich langweilige Strecke, wie die Lauftrainerin sagte "gefühlte 30 km". Es waren aber denn doch nur 7,5 km. Habe versucht, immer in der Mitte des GAT-2-Bereichs zu laufen, allerdings kann ich das bei den vorgegebenen Empfehlungen wirklich vergessen. Bin einigermaßen langsam gelaufen und lag immer im Bereich zwischen 140 und 165. Das Ende des GAT-2-Bereichs ist bei mir schon bei 131 erreicht und das Ende des GAT-3-Bereichs liegt bei 144! Wie soll das gehen? Es ist einfach so, dass mein Ruhepuls schon 20 Schläge höher liegt als bei "normalen" Menschen.
28. Juli 2010 Mittwoch im Park
Gibt nix spektakuläres zu berichten, sind heute zu viert von Rüstersiel in den Stadtpark und zurück, das Wetter war wunderbar (nicht zu heiß und nicht zu kalt) und wir sind locker getrabt. Achte jetzt darauf, dass ich mit dem Puls nicht höher als 160 komme, sonst fällt mir nichts ein zu dem Thema.
7. August 2010 10 km !!!!!
Ja, hab einige Zeit nicht geschrieben, war auch nix besonderes. Wir sind am Sonntag und am Dienstag bzw. Mittwoch gelaufen, aber nur ca. 5 km.
Aber dann: am Samstag traf sich die ganze Gruppe zur Generalprobe in Schortens. Der Rundkurs, der auch beim Jever-Fun-Lauf gelaufen wird, sollte heute bezwungen werden, zum ersten Mal 10 Kilometer! Wir waren schon vorher mehr oder weniger aufgeregt. Johanne hatte sich schwer gedopt mit Magnesium und Peter war ganz verzweifelt, dass er vergessen hatte, vorher eine Banane zu essen. Nun ja, es ging auch so. Peter war gleich nach dem Start ganz vorne dabei, genau wie Marko. Johanne lief ihre normale Geschwindigkeit und ich achtete auf meinen Puls. Vor dem Lauf hatte ich noch versucht, Dr. G. zu einer Aussage zu bewegen, was mir denn passieren könne, wenn ich immer in zu hohen Bereichen laufen würde. Leider bekam ich keine Antwort. Schon etwas enttäuschend, wenn man bedenkt, dass dieser Kurs ja unter ärztlicher Beteiligung stattfindet.
Wir liefen einen Rundkurs, zweieinhalb Runden mussten zurückgelegt werden. Fast zwei Runden lang lief ich so, dass mein Puls nicht höher als 160 kam, danach hörte ich auf, darauf zu achten und war schließlich nach einer Stunde und 22 Minuten am Ziel. Es war anstrengend und ich bin ziemlich sicher, dass ich zukünftig nicht mehr so lange Strecken laufen werde. 5 Kilometer zweimal wöchentlich tun es auch. Marko hat nur eine Stunde und 3 Minuten für die Strecke benötigt. Er wird es beim Jever-Fun-Lauf wohl unter einer Stunde schaffen. Peter war auch ganz zufrieden mit seiner Zeit und Johanne hat auch wohl auch noch Reserven für den Ernstfall.
Auf alle Fälle waren alle Beteiligten ganz zufrieden und stolz auf sich. Jetzt kann der 21. August kommen, das überstehen wir dann auch noch.
Gerade hab ich noch mal nachgelesen, was ich denn so im Januar geschrieben habe. Zwei Minuten laufen!!! Das war ja die Härte. Marko wurde von uns beschimpft, weil angeblich seine Uhr nicht richtig ging und die zwei Minuten uns viel zu lang erschienen! Witzig, oder?
19. August 2010 Kaputt und krank
Das gilt für mich, es ging mir in der letzten Woche so schlecht, keine Ahnung, wieso. Mein Blutdruck zu hoch, kurzatmig, Schweißausbrüche usw. Hab schon gedacht, ich komme gar nicht wieder auf die Beine. Seit Mittwoch geht es aber wieder, daher bin ich auch mitgelaufen. 5 Kilometer, ging ganz gut, habe nur auf meinen Puls achten müssen. Habe nämlich neue Empfehlungen von Dr. G. bekommen, der sich doch noch per mail bei mir gemeldet hat. Asche auf mein Haupt, da war ich wohl etwas voreilig bei meinem letzten Eintrag. Fakt ist, dass ich noch langsamer laufen muss. Mal sehen, wie das wird am Samstag.
Von Mittwoch gibt es ein paar Fotos, die letzte Gelegenheit vor dem großen Ereignis:
Nun also geht es in die letzte Runde, am Samstag ist es soweit: wir laufen 10 Kilometer. Wie lautet der Titel dieses Blogs? Acht - neun - zehn - ich kann nicht mehr!!! Also acht Monate: richtig. 9 Kilos? Leider nein, bei mir sind es nur 4 Kilos, bei Johanne 5 und bei Peter (aber begründet durch seinen Reha-Aufenthalt) sind es sogar 10 Kilos. 1o Kilometer: Ja, können wir, haben wir schon beweisen, obwohl keiner von uns das vor acht Monaten glauben wollte.
Wir haben ziemlich oft geflucht, hatten aber auch viel Spass und waren auch stolz auf uns. Machen wir weiter? Kann ich für mich bejahen, allerdings beschränken Peter und ich uns künftig auf höchstens zweimal die Woche 5 Kilometer. Johanne und Marko haben große Pläne, der nächste Ossi-Lauf ist anvisiert.
Wir werden uns jetzt erstmal mit viel Wasser, Bananen und Nudeln auf den Samstag vorbereiten.
21. August 2010 Das leckerste Bier meines Lebens
Ja, das war es wohl, das erste Jever-Fun nach einem 10-Kilometer-Lauf. Noch nie hat mir irgendetwas so gut geschmeckt!
Wir waren bereits um drei Uhr aufgebrochen in Richtung Schortens. Hatten schon unsere Startnummern ans T-Shirt geheftet und den Chip am Fuss. Vor dem Bürgerhaus herrschte Volksfest-Stimmung. Die Bambinis waren schon gelaufen und wuselten mit hochroten Köpfchen durch die Menschenmenge. Wir gingen kurz am 8-9-10-Zelt vorbei, holten uns noch ein paar aufmunternde Worte von Dr. G. und Frau L. ab und machten uns dann auf den Weg zum Startpunkt. Auf dem Parkplatz erhielten wir noch einige Instruktionen und dann stellten wir uns als 8-9-10-Gruppe an die Startlinie, d. h. ein erhebliches Stück dahinter, denn ganz vorn standen schon die Profiläufer, denen man ansah, dass sie uns wahrscheinlich überrunden würden.

Wir waren allesamt aufgeregt und verglichen unsere Pulswerte, die natürlich erheblich höher waren als sonst. Dann ging es endlich los. Marko und Peter waren schnell nicht mehr zu sehen und auch Johanne lief ein gutes Stück vor mir. Eine Runde lief ich dann zusammen mit drei anderen aus unserer Gruppe, dann musste ich allerdings wieder mal meinen Puls beschwichtigen und zwischendurch mal langsam gehen.
An den Straßen saßen und standen die Menschen und applaudierten und riefen uns Aufmunterndes zu. Kinder verteilten Wasser und nasse Schwämme, Trommler feuerten uns an. Es war eine unglaublich nette Atmosphäre und es hat richtig Spaß gemacht, mal zwischendurch ein paar Worte mit den Anliegern zu wechseln. Für mich weiterlaufen wollte allerdings keiner.
Nach der ersten Runde musste man sich schon überwinden, weiterzulaufen, aber danach ging es dann ja eigentlich schon dem Ende zu und irgendwann sah man dann ja auch die Ziellinie. Allen, die immer erklären, man schütte nach einiger Zeit Endorphine aus beim Laufen sei gesagt: stimmt nicht, meine Endorphine hielten sich jedenfalls bedeckt. Es war eine ordentliche Anstrengung und zwischendurch fragt man sich schon, ob man sich nicht einfach in die auf der Strecke liegende Eisdiele setzen sollte.
Diesen Schweinehund habe ich dann aber doch überwunden. Meine Zeit ist allerdings nicht gut, aber das war ja auch nicht das Ziel, ankommen hieß die Devise und das ist geschafft.

Ja, dann kam es: das leckerste Bier meines Lebens.
Muss ich noch ein Fazit ziehen? Nein, ich glaube, für den Leser ergibt sich alles aus dem oben stehenden Text und dem nachfolgenden Bild:
Ihr Verrückten! Gut seht Ihr aus! :)
AntwortenLöschenHuhu, ich bewundere sehr, wie ihr das durchhaltet. Aber schon mal daran gedacht, dass du vielleicht zu wenig isst für den Sport den du betreibst? Bei Unterversorgung gibt der Körper nichts her :) Und bei Muskelaufbau kanns auch erst mal mehr werden, Muskeln sind ja schwerer als Fett. Falls Interesse zum Thema Ernährung besteht, empfehle ich dir mal folgende Seite: www.naschkatzen.com
AntwortenLöschenLiebe Grüße, Jenny
Oha, der Peter darf sich auch nicht immer so viel vornehmen! Lass es langsam angehen! (Und herzlichen Glückwunsch, ganz nebenbei.^^)
AntwortenLöschenWow, ich bin so begeistert von Euch! Ich wäre schon in der ersten Runde an der Eisdiele hängen geblieben, ganz sicher. *g*
AntwortenLöschenEcht, ein Riiiiiieeeeesenkompliment an Euch! :)